VWAP – Volume Weighted Average Price

VWAP – Volume Weighted Average Price

Inhaltsverzeichnis: VWAP – Volume Weighted Average Price

Was ist der volumengewichtete Durchschnittspreis (Volume Weighted Average Price, VWAP)?

Der volumengewichtete Durchschnittspreis (Volume Weighted Average Price, VWAP) ist eine von Händlern verwendete Handelsbenchmark, die den Durchschnittspreis angibt, zu dem ein Wertpapier im Laufe des Tages gehandelt wurde, und zwar sowohl auf der Grundlage des Volumens als auch des Preises. Er ist wichtig, weil er den Händlern Einblick in den Trend und den Wert eines Wertpapiers gibt.

Was ist der VWAP

Quelle: TradingView

Kernaussage

  • Der volumengewichtete Durchschnittspreis (VWAP) erscheint als eine einzige Linie auf Intraday-Charts (1 Minute, 15 Minuten usw.), ähnlich wie ein gleitender Durchschnitt.
  • Privat- und professionelle Händler können den VWAP als Teil ihrer Handelsregeln zur Bestimmung von Intraday-Trends verwenden.

Die Berechnung bzw. Formel für den VWAP

Der VWAP wird berechnet, indem die für jede Transaktion gehandelten Dollar (bzw. entsprechende Währung) addiert werden (Preis multipliziert mit der Anzahl der gehandelten Aktien) und dann durch die Gesamtzahl der gehandelten Aktien geteilt wird.

VWAP= ∑Price * Volume / ∑Volume

Für Aktien kann man die Berechnung auch so formulieren

VWAP= ∑ Aktienpreis * Anzahl der gekauften Aktien / Totale Anzahl an Aktienkäufen

Bei allen gängigen Handels-Plattformen werden alle Berechnungen automatisch ausgeführt, deshalb gehen wir hier nicht weiter ins Detail.

Was sagt Ihnen der volumengewichtete Durchschnittspreis (VWAP)?

Große institutionelle Käufer und Investmentfonds nutzen das VWAP-Verhältnis, um Aktien mit möglichst geringen Auswirkungen auf den Markt zu kaufen oder zu verkaufen. Daher versuchen die Institutionen, wenn möglich, unterhalb des VWAP zu kaufen oder oberhalb des VWAP zu verkaufen. Auf diese Weise drängen sie mit ihren Aktionen den Preis in Richtung des Durchschnittspreises zurück, anstatt sich von diesem zu entfernen.

Händler können den VWAP als Trendbestätigungsinstrument verwenden und Handelsregeln um ihn herum aufbauen. Wenn der Preis beispielsweise über dem VWAP liegt, können sie es vorziehen, Long-Positionen einzugehen. Wenn der Preis unter dem VWAP liegt, können sie es vorziehen, Short-Positionen einzugehen.

Grenzen bei der Verwendung des volumengewichteten Durchschnittspreises (VWAP)

Der VWAP ist ein Ein-Tages-Indikator und wird zu Beginn jedes neuen Handelstages neu gestartet. Der Versuch, einen durchschnittlichen VWAP über viele Tage zu erstellen, könnte bedeuten, dass der Durchschnitt vom wahren Wert des VWAP, wie oben beschrieben, verzerrt wird.

Während einige Institutionen es vorziehen, zu kaufen, wenn der Kurs eines Wertpapiers unter dem VWAP liegt, oder zu verkaufen, wenn er über dem VWAP liegt, ist der VWAP nicht der einzige zu berücksichtigende Faktor. In starken Aufwärtstrends kann sich der Kurs viele Tage lang weiter nach oben bewegen, ohne überhaupt oder nur gelegentlich unter den VWAP zu fallen. Daher könnte das Warten darauf, dass der Preis unter den SWP fällt, eine verpasste Gelegenheit bedeuten, wenn die Preise schnell steigen.

Der VWAP basiert auf historischen Werten und hat nicht von Natur aus prädiktive Eigenschaften oder Berechnungen. Da der VWAP in der Eröffnungspreisspanne des Tages verankert ist, vergrößert der Indikator im Laufe des Tages seine Verzögerung. Dies lässt sich daran ablesen, dass eine VWAP-Berechnung von 1 Minute nach 330 Minuten (der Länge einer typischen Handelssitzung) oft einem gleitenden Durchschnitt von 390 Minuten am Ende des Handelstages ähnelt.

Die Unterschiede zwischen dem volumengewichteten Durchschnittspreis (VWAP) und einem einfachen gleitenden Durchschnitt (MA)

Auf einem Chart können VWAP und gleitender Durchschnitt (Moving Average – MA) ähnlich aussehen. Diese beiden Indikatoren berechnen jedoch unterschiedliche Dinge.

Beim VWAP wird die Summe aus Preis multipliziert mit dem Volumen, geteilt durch das Gesamtvolumen berechnet.

Ein einfacher gleitender Durchschnitt wird berechnet, indem die Schlusskurse über einen bestimmten Zeitraum (z.B. 10) aufsummiert und dann durch die Anzahl der Perioden geteilt werden (10). Das Volumen wird nicht berücksichtigt.

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Zuletzt Aktualisiert: Oktober 2020