Inhaltsverzeichnis: CFD Handel lernen

Was ist CFD-Handel?

Ein „Contract for Difference” (CFD), auf Deutsch Differenzkontrakt, ist ein Derivat, dessen Kurs sich direkt vom Basiswert ableiten lässt. Bei diesen Basiswerten kann es sich um Aktien, Indizes, Rohstoffe, Anleihen, Währungspaare oder ähnlichem handeln. Im Vergleich zu den ähnlich erscheinenden Optionsscheinen oder Hebelzertifikaten findet der Handel mit CFDs jedoch einfacher und transparenter statt.

Wie funktioniert der CFD-Handel?

Im Gegensatz zu klassischen Aktiengeschäften investiert man beim CFD in Spekulationen. Diese Spekulationen beziehen sich stets auf die zukünftigen Entwicklungen im Aktienkurs. Hierbei besteht die Möglichkeit, auf fallende oder auf steigende Kurse zu setzen. Geht man nun davon aus, dass der Kurs in der kommenden Zeit ansteigen wird, so spricht man von Long-Trades oder einer Long-Position. Wettet man jedoch darauf, dass der Kurs fallen wird, so ist vom Short-Trade bzw. einer Short-Position die Rede. Ein CFD kann dabei den Wert einer Aktie, eines Index oder eines anderen Wertpapieres abbilden.

Der Kauf eines CFDs ist nicht gleichzusetzen mit dem Kauf einer Aktie. Im Gegensatz zu dieser kauft man lediglich eine Forderung auf die jeweilige Aktie und ist kein Besitzer einer solcher. Es handelt sich hierbei um einen außerbörslichen Handel. Dieser wird üblicherweise mit „over the counter“, kurz „OTC“, bezeichnet. Der Handel selbst findet nicht an der Börse direkt, sondern bei einem CFD-Broker oder auch Market Maker statt. Dieser stellt die Kurse zum An- und Verkauf, gibt die Konditionen des Kurses vor und bietet Handlungsmöglichkeiten an. Zusätzlich legt ein Broker den Preis eines sogenannten Tick- oder auch Punktwertes, also die kleinste mögliche Preisbewegung, fest. Der Broker sichert sich direkt an der Börse ab. Oftmals handelt es sich bei diesen um Banken oder Finanzinstitute.

Margin und Hebel

Ein CFD ist ein Hebelprodukt. Dies bedeutet, dass nur ein kleiner Prozentsatz des Gesamtwertes eines Handels beim Broker hinterlegt werden muss. Dieser wird auch CFD Margin genannt. Die CFD Margin kann verglichen werden mit einem Kredit, den man bei dem Broker abschließt und dient als eine Sicherheitsleistung für den Broker selbst. Die Höhe der hinterlegten Margin wird meist in Prozent vom Broker angegeben. Mithilfe dieser kann man mit einem kleinen Einsatz große Gewinne erzielen, jedoch auch große Verluste einbüßen. Dies führt dazu, dass man dem Broker – abhängig von der Höhe des Verlustes – Geld zahlen muss. Dies ist dann der Fall, wenn der Verlust höher ist als das bei dem Broker hinterlegte Geld. Um die entstandenen Verluste im Kurs auszugleichen, müssen somit Geldzahlungen über die Margin hinaus getätigt werden. Hierbei spricht man von der sogenannten Nachschusspflicht. Die Nachschusspflicht führte jedoch in einigen Fällen zu einer Privatinsolvenz der Anleger, weshalb diese im Jahre 2017 in Deutschland verboten wurde. Bereits mithilfe der Margin lässt sich somit der maximale Hebel darstellen, woraufhin Aussagen über das daraufhin entstehende Risiko getroffen werden können.

Im Gegensatz zu Aktien kann man mit dem CFD-Handel genauso hohe Gewinne erzielen, aber mit einem geringeren Startkapital. Dennoch ist mit dem CFD-Handel ein deutlich höheres Risiko verbunden, da man hierbei viel mehr Geld loswerden kann. Ein Totalverlust könnte die Folge sein.

Der Hebel kann je nach Sitz des Brokers variieren. Seit dem Jahr 2019 wurde in der Europäischen Union eine Hebelbeschränkung durch die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) von 1:30 für alle Trader eingeführt. Diese darf nur überschritten werden, wenn man als professioneller Trader freigeschaltet ist. Viele Trader suchten sich aufgrund der Beschränkung der ESMA Broker in entfernteren Regionen, wie beispielsweise Australien, bei welchen der Hebel noch sehr hoch war. Die Folge war eine intensive Ausnutzung dieser Lücke, woraufhin die Australian Securities and Investments Commission (ASIC) beschloss, den Hebel zukünftig auch zu senken. Auf 1:20, und somit unter dem EU-Hebel, wollen ihn die Australier nun senken und die Lücke somit schließen.

Der Spread beim CFD-Handel

Wie bereits der Name Differenzkontrakt verlauten lässt, handelt es sich bei CFDs um gewisse Differenzen im Kurs. Diese werden als Spread bezeichnet und definieren die Differenz des Kurses zwischen dem Kauf- und Verkaufszeitpunkt des CFDs. Der Spread gehört zu den wichtigsten Kostenfaktoren beim Handel mit den Kontrakten. Je enger der Spread, desto höher der Wert, den man erzielen kann. Der Spread ist die letzte große Ziffer, die bei einer Kursnotierung angezeigt wird. Das ist auch der Grund, warum der CFD am Anfang im Minus ist.

Die verschiedenen CFD-Orderarten

Jeder CFD-Broker bietet verschiedenste Orderarten an, die einem die Einstiegs- sowie Ausstiegszeit vereinfachen und eine wichtige Rolle beim Risikomanagement spielen. Unterschieden werden kann hier zwischen Basisordertypen und Ordertypen zur Positionsabsicherung. Doch nicht alle Orderarten werden von jedem Broker angeboten, weshalb es wichtig ist, sich über alle Arten informiert zu haben, um über ihre Vor- und Nachteile aufgeklärt zu sein.

Alle Orderabläufe finden automatisiert statt, das heißt, sie finden über Handelssoftwares oder Programme der Börse statt. Unter anderem kann mit der Wahl der jeweiligen Orderarten bestimmt werden, wann eine Order in den Markt gegeben werden kann. Bei der Auswahl des CFD-Anbieters muss man einen Blick auf die verschiedenen Orderarten werfen. Es gilt zu beachten, dass je nach Broker für manche Orderarten eine Gebühr bezahlt werden muss. Diese fällt meist dann an, wenn weitere garantierte Orders hinzukommen, wobei die Standard-Ordertypen in der Regel kostenfrei sind.

Market-Order

Diese kann nur dann im Markt aufgegeben werden, wenn dieser geöffnet ist. Sowohl der Kauf als auch der Verkauf der jeweiligen Handelsposition muss hierbei zum nächsten handelbaren Kurs durchgeführt werden. Sie wird unlimitiert abgegeben und ihr Preis muss nicht mit dem Marktpreis zum Zeitpunkt der Orderanweisung übereinstimmen. Diese Art von Order ist die einfachste und schnellste, da der Händler keine Angaben macht, unter welchen Voraussetzungen die Order ausgeführt werden kann.

Limit

Als Limit bezeichnet man eine Preis– bzw. Kursgrenze, die man beim Kauf oder Verkauf der eigenen Position für die Ausführung der Order angibt. Sobald das persönliche Limit erreicht ist, kann die Order somit ausgeführt werden. Sollte bis zum Ende der Gültigkeit der Order das Limit nicht erreicht worden sein, verfällt diese. Die Platzierung der Order kann zu jedem Zeitpunkt durchgeführt werden. Liegt das eigene Limit beispielsweise unter dem aktuellen Kurs, so sollte man eine Short-Position eröffnen. Sobald das Limit daraufhin erreicht ist, wird der Kauf zum nächstmöglichen Kurs durchgeführt, welcher das Limit nicht überschreitet. Liegt das eigene Limit jedoch über dem aktuellen Kurs, so sollte eine Long-Position für den Verkauf eröffnet werden. Auch hier wird der Verkauf dann getätigt, wenn das Limit erreicht ist und zum nächsten handelbaren Kurs nicht unterschritten wird.

Stop

Um die eigene Position im Kurs zu sichern, kann ein Trader einen Stoppkurs setzen. Hierfür wird ein Kursniveau festgesetzt, welches beim Erreichen in einer bereits eröffneten Position glattgestellt wird, um Verluste zu vermeiden. Sollte dieser Wert erreicht werden, wird eine unlimitierte Verkaufsorder aktiviert. Manche Broker bieten an, diese Order zu einem garantierten Ausführungskurs auszuführen, wofür jedoch zusätzliche Gebühren anfallen, beispielsweise mit einem höheren Spread. Unterschieden werden kann zwischen zwei Arten: zum einen die Stop Buy Order und zum anderen die Stop Loss Order. Bei einer Stop Buy Order liegt der Stoppkurs über dem aktuellen Kursniveau, man eröffnet eine Long-Position. Wird der Stoppkurs erreicht, so erfolgt der Kauf zum nächsten handelbaren Kurs. Verwendung findet die Stop Buy Order beispielsweise kurz vor einer Kurskorrektur, welche mit einer technischen Analyse vorhersehbar gemacht werden kann. Wenn der Kurs einen Basiswert erreicht, ist diese Order eine bedingte und unlimitierte Kauforder. Eine Stop Buy Order mit Limit wird als Stop Buy Limit bezeichnet. Im Falle einer Stop Loss Order liegt der Stoppkurs unter dem gegenwärtigen Kursniveau. Es wird eine Short-Position eröffnet, die bei Erreichung des Kurses verkauft werden kann. Sowohl bei der Stop Buy Order als auch bei der Stop Loss Order kann der Kurs zum Kauf- und Verkaufszeitpunkt vom Limit abweichen.

Trailing-Stop-Loss

Bei dieser Orderart handelt es sich um einen dynamischen Stopp. Er ermöglicht höhere Gewinne und garantiert darüber hinaus Verluste zu vermeiden. Der Trader legt hierbei einen Betrag als Stop-Order fest. Steigt der Kurs daraufhin an, so zieht die Order automatisch in Echtzeit mit dem Kurs mit. Das persönliche Stop Loss Limit wird somit dynamisch in Echtzeit an die steigende Kursentwicklung angepasst. Gewinne können somit nach oben weiterlaufen, durch eine vorher festgesetzte Limitierung jedoch nicht ins Negative absinken. Fällt der Kurs daraufhin wieder ab, so sinkt das neu festgelegte Stop Loss Limit nicht wieder nach unten herab. Verluste können somit verhindert werden, durch einen Verkauf zum nächsten handelbaren Kurs.

If-Done-Order

Hierbei kombiniert man das Limit für eine Kauf- und Verkaufs-Order. Mit dieser kann man eine erhoffte Marktbewegung mit Eröffnen einer Position bzw. einem Leerverkauf nutzen und den Verlust, falls der Kurs sich in die entgegengesetzte Richtung bewegt, mit einer Stop-Order begrenzen. Die zweite Order wird dabei erst aktiviert, nachdem die erste ausgeführt wurde. Im Prinzip ist die If-Done-Order eine Stop Buy Order, die mit einer Stop Loss Order ausgestattet werden kann.

OCO-Order

Eine One-Cancels-Other-Order (OCO-Order) verknüpft zwei Orders miteinander. Sobald eine der beiden ausgeführt wird, führt dies zur sofortigen Löschung der anderen Order. Dies sollte dann genutzt werden, wenn man sich in beide Richtungen der Kursentwicklung absichern möchte. Mit dem Zusatz der Order FOK (Fill or Kill) kann eine Order gelöscht werden, sollte diese nicht komplett ausführbar sein. Teilausführungen können hierdurch unterbunden werden. Mit der Order IOC (Immediate or Cancel) kann man festlegen, dass der Teil der Order gelöscht werden soll, der von Anfang an nicht ausgeführt werden konnte.

Take Profit Order

Mit der Take Profit Order legen Händler ein Kursniveau fest, zu welchem die Position geschlossen wird, sobald der entsprechende Wert erreicht ist. Dadurch kann der Trader Gewinne erzielen und absichern.

Risikobewusstsein des CFD-Handels

Bereits bei der Investition in den CFD-Handel sollte sich ein Trader darüber bewusst sein, dass mit diesem auch Risiken verbunden sind. Die CFDs sind gebunden an die aktuellen Kursentwicklungen und durchlaufen oftmals starke Schwankungen. Aufgrund der Hebelwirkung kann der Trader sein Kapital genauso schnell verlieren, wie er es vervielfachen kann. Schlimmstenfalls kann man also sein ganzes investiertes Geld verlieren. Jedoch kann der Verlust nicht über das investierte Geld hinausgehen, da die Nachschusspflicht in Deutschland seit 2017 abgeschafft wurde.

Darüber hinaus gilt zu beachten, dass für manche Positionen durchaus Haltekosten anfallen können. Diese werden täglich neu berechnet, wenn Positionen bei gewissen Produkten noch offen sind. Sollten Positionen also über einen längeren Zeitraum gehalten werden, so ist es durchaus möglich, dass Kosten anfallen, die die eigentlichen Gewinne übersteigen. Dies hängt allerdings stark mit den gehandelten Instrumenten zusammen, da hiermit durchaus auch Gewinne erzielt werden können. Ein Trader sollte daher immer dafür sorgen, dass sein Konto ausreichend gedeckt ist, um die entstehenden Kosten begleichen zu können. Es besteht die Gefahr einer Verschuldung. Dies ist auch möglich, wenn Verluste im Kurs entstehen. Überschreiten diese Verluste die hinterlegte Margin, so muss der Trader die Differenz hierfür ausgleichen. Das eingesetzte Kapital sollte daher stets gut durchdacht sein. Investiert werden sollte nur so viel, wie sich der Trader auch wirklich leisten kann.

Zudem spielt die eigene Psyche auch eine wichtige Rolle, da viele nach den ersten Handelserfolgen dazu neigen, in eine Art Rausch zu verfallen. Das CFD-Trading weist daher ein gewisses Suchtpotenzial auf, ähnlich wie in einem Casino, bei welchem vom schnellen Geld die Rede ist. Letztendlich braucht man aber sehr viel Erfahrung, Geduld und ein grundlegendes Wissen über den Aktienmarkt, um darin auch wirklich erfolgreich zu werden und hohe Gewinne zu erzielen.

Welche Vorteile bieten CFDs?

Einer der größten Vorteile von CFDs ist der vergleichsweise geringe Kapitaleinsatz verglichen mit dem eigentlichen Basiswert. Da bei Differenzkontrakten lediglich einige wenige Prozente des eigentlichen Basiswertes in Form einer Margin bezahlt werden müssen. Diese Hebelwirkung ermöglicht somit die Bewegung großer Werte mit einem im Vergleich dazu geringen investiertem Eigenkapital. Es ergibt sich für den Trader die Möglichkeit, sowohl mit steigenden als auch mit fallenden Kursen einen Gewinn zu erzielen. Dies hängt jedoch von der gewählten Strategie des Traders ab. Steigt der Kurs beispielsweise während sich der Trader in einer Long-Position befindet, so kann er den Kurs zu einem späteren Zeitpunkt zu einem höheren Wert verkaufen. Gleiches gilt für die Short-Position, wenn der Kurs wie zu erwarten absinkt und der Trader diesen zu einem späteren Zeitpunkt die CFDs für einen geringeren Preis wieder zurück erwirbt. Darüber hinaus läuft auf CFDs keine Laufzeitbegrenzung. Der Trader kann sich somit frei entscheiden, wann er einen Kauf oder einen Verkauf durchführen möchte.

Darüber hinaus ist es für viele CFD-Trader von Vorteil, dass der eigene Standort völlig frei wählbar ist, da man beim CFD-Trading an keinen Ort gebunden ist. Notwendig sind lediglich ein internetfähiges Gerät und eine gut funktionierende Internetverbindung. Der Handel kann somit rund um die Uhr auf der ganzen Welt getätigt werden.

Abgesehen von Aktien-CFDs fallen bei allen anderen Differenzkontrakten keine Ordergebühren an. Bei Rohstoffen, Währungen oder Indizes muss man keine Ankaufs- und Verkaufsgebühren zahlen. Lediglich die Transaktionskosten können in einigen Fällen anfallen, bleiben aber dennoch sehr gering.

Eine große Auswahl an verschiedenen CFD-Anbietern ermöglicht es den Tradern immer die beste Wahl zu treffen. Sobald sich ein Trader hierbei registriert hat, kann er mit dem Handeln der CFDs beginnen. Wie man bei der großen Auswahl an CFD-Brokern den richtigen findet, soll der folgende Abschnitt genauer beschreiben.

Wie finde ich den richtigen Broker?

Nicht nur ausreichendes Wissen über die Funktionsweisen, Chancen und Risiken des CFD-Tradings sind für deren Handel wichtig, sondern auch der richtige Broker. Anders als bei Börsengeschäften werden die Handelsgeschäfte bei CFDs über Broker bzw. über Market Maker abgewickelt. Prinzipiell sind die Leistungen beider Anbietertypen gleich, bis auf manche Zusatzfunktionen, wie beispielsweise einem Trade Schutz, der lediglich von Market Makern angeboten wird. Unter anderem auf guten Service und passende Konditionen sollte der zukünftige Trader bei seiner Wahl Wert legen. Die Auswahl an Brokern ist groß.

In Deutschland kann man entweder mit regulierten oder unregulierten Brokern handeln. Welche Art für den eigenen CFD-Handel gewählt wird, liegt ganz in der Hand des Traders. Sollte dieser jedoch großen Wert auf Regulierungen legen, sollte er in Deutschland und Europa auf die Cyprus Securities and Exchange Commission (CySEC) sowie auf die Regulierungen der Bundesagentur für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) achten. Da Besteuerungen in Deutschland relativ hoch ausfallen, haben nur noch wenige Broker ihren Sitz in der Bundesrepublik. Sie ist auch der Grund für die verhältnismäßig schlechten Handlungskonditionen. Auch wenn der Sitz des gewählten Brokers prinzipiell eine eher geringe Rolle für den Trader spielt, kann er dennoch Auskünfte über die rechtlichen Möglichkeiten des Brokers bieten. Unterschiede sind hier insbesondere bei den angebotenen Hebeln zu erkennen. Entscheidet sich ein Trader für einen Broker mit Sitz in Deutschland, so muss ihm bewusst sein, dass dessen Abgeltungssteuer einbehalten wird. Große Differenzen lassen sich zwischen jenen mit Sitz in der EU und solchen außerhalb der Europäischen Union erkennen.

Beim Vergleich der einzelnen Anbieter sollten dabei die verschiedenen Qualitäten der Broker genauer unter die Lupe genommen werden: unter anderem Mindesteinzahlung, Leistungen, Höhe des Hebels, der Spread und mit welchen CFDs bei den jeweiligen Anbietern gehandelt werden kann. Ebenso können Erfahrungen anderer Trader hilfreich sein, einen passenden Broker zu finden. Wir bieten einen umfangreichne Vergleiche zahlreicher Broker an, um die Auswahl für den Trader zu erleichtern.

Unter Angabe persönlicher Daten kann sich der Trader daraufhin bei einem Broker seiner Wahl registrieren. Meist online eröffnet er auf deren Website ein eigenes Benutzerkonto. Welche genauen Angaben hierbei gemacht werden müssen, hängt unter anderem von den rechtlichen Grundlagen in dem jeweiligen Land ab. Zur Verifizierung der Daten werden daraufhin oftmals Dokumente benötigt, die die Wahrhaftigkeit der persönlichen Daten bestätigen.

Zum Handeln mit den CFDs muss dann das Tradingkonto bei dem Broker erstellt werden. Oftmals wird hier eine Mindesteinlage verlangt, die je nach Anbieter unterschiedlich ausfallen kann. Sobald das Konto erstellt, und das Mindestkapital darauf eingegangen ist, erhält der Trader seinen Zugang zu den Portalen und kann die entsprechende Software nutzen. Um diese problemlos nutzen zu können, ist eine stabile Internetverbindung von Vorteil.

Welche Möglichkeiten gibt es, CFD-Handel zu lernen?

Es gibt viele Möglichkeiten, das CFD-Trading zu erlernen. Nahezu alle Broker bieten CFD-Demokonten an. Auf diesen kann der Trader wie gewöhnlich handeln, jedoch handelt es sich hierbei lediglich um virtuelles Geld. Der Trader geht somit kein Risiko ein, auf Anhieb und ohne Vorwissen Geld zu investieren und dieses möglicherweise wieder zu verlieren. Mithilfe der Demokonten lernt man aktiv, wie der Handel mit den CFDs funktioniert und kann sich nach einer Eingewöhnung in die Funktionsweisen des Tradings in den CFD-Handel der realen Welt wagen.

Zudem gibt es auch zahlreiche Online-Kurse sowie Webinare, die einem das CFD-Trading näherbringen. Hierbei sind durchaus Vorteile zu sehen, da die Teilnehmer die Möglichkeit haben, den Kursleiter bei Rückfragen zu kontaktieren und Fragen rund um das Thema CFD-Trading stellen zu können. Wenn man kein Geld ausgeben möchte, bietet das Internet auch kostenlose Anleitungen über die Videoplattform YouTube oder Google an. Dies ist vor allem für Anfänger eine große Hilfe, um einen ersten Überblick verschaffen zu können. Zusätzlich besteht für Interessierte stets die Möglichkeit sich mittels Bücher in die Thematik einzulesen.

Die Mittel und Wege zur Informationssammlung sind somit vielseitig. Schlussendlich liegt es in der Hand des zukünftigen Traders, für welche Einführung er sich entscheidet.

CFD Indikatoren

Um sich für die richtige Handelsstrategie zu entscheiden, kann man auf CFD-Indikatoren zugreifen. Diese geben einem Aufschluss über den aktuellen Kurs, da sie komplizierte Rechnungen für die Trader übernehmen. In den vergangenen Jahren nahm die Zahl der Indikatoren dabei stark zu, da sich durch die verstärkte Weiterentwicklung der Technologie immer mehr von ihnen herausgebildet haben. Die Indikatoren können eine hilfreiche Stütze zum Treffen von Entscheidungen sein, da der Trader selbst hierfür meist nicht viel Zeit hat aufgrund der ständigen Bewegungen im Kurs. Zwar können diese nie mit Sicherheit die Kursentwicklung voraussagen, aber sie können eine relativ wahrscheinliche Prognose über den künftigen Verlauf des Kurses geben. Für welche Indikatoren sich ein CFD-Trader entscheidet, hängt nicht nur von seiner eigenen Taktik, sondern beispielsweise auch von der Laufzeit einer Position ab. Besonders beliebt sind Indikatoren bei Anfängern des CFD-Tradings. Ihnen wird oftmals geraten mehrere Indikatoren in ihre Trades einzubeziehen.

In den folgenden Abschnitten gehen wir auf die wichtigsten Indikatoren ein.

Bei Trendfolge-Indikatoren folgt man dem Trend des Kurses, wofür man eine gründliche Chartanalyse machen sollte. Dafür wird häufig der Candlestick-Chart genutzt. Die Ergebnisse können dann mit Trendfolge-Indikatoren abgesichert werden und man kann entweder einen Aufwärts- oder Abwärtstrend beobachten. Dies ist ein großer Vorteil für CFD-Trader, da man daraufhin spekulieren kann, ob der Kurs steigt oder fällt und sich infolgedessen für eine Long- oder Short-Position entscheiden kann. Trotzdem haben nicht alle Kurse eine Trendfolge vorzuweisen, da sich manche Kurse auch in einer Seitwärtsbewegung befinden können. Der beliebteste und wichtigste Trendfolge-Indikator ist der Moving Average Convergence Divergence (MACD). Er zeigt die Differenz zwischen zwei gleitenden Durchschnitten. Man sieht nicht nur den Durchschnitt, sondern auch, ob der Markt zurzeit bärisch oder bullisch ist. Bullisch bedeutet, dass viele Trader derzeit kaufen, während bärisch darauf hinweist, dass im Moment viele verkaufen.

Mit Momentum-Indikatoren bekommen Trader ein Gefühl dafür, wie sehr sich ein Kurs in eine bestimmte Richtung bewegt. Das heißt, dass man durch diese Indikatoren die Stärke eines Trends beobachten kann. Zusätzlich kann hierbei noch ein Trendwechsel angezeigt werden. Beim CFD-Trading spielt das richtige Timing eine wichtige Rolle. Momentum-Indikatoren können hilfreich sein, um ein eventuelles Trendende zu vermeiden, da diese auf einen möglichen Wechsel im Trend hinweisen können. Jedoch muss man sich vorher über die Indikatoren informieren, da bei falscher Deutung Fehler passieren können. Außerdem sollte man stets im Hinterkopf behalten, dass selbst solch eine Art von Indikatoren nie mit 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit voraussagen können, wie der Kurs tatsächlich verlaufen wird.

Bevor man Oszillatoren benutzt, sollte man sich über die Kursbewegungsrichtung gründlich informiert haben. Der Trader sollte sich bewusst machen, ob ein Aufwärts- bzw. Abwärtstrend vorliegt oder ob sich der Kurs seitwärts bewegt. Wenn der Indikatorwert sich im oberen oder unteren Wertebereich befindet, spricht man von Extremsituationen, die die Oszillatoren anzeigen. Man geht davon aus, dass sich der Kurs in die gegensätzliche Richtung bewegen wird. Oszillatoren werden am liebsten aber nur für kurzfristige Trends genutzt. Wie auch bei anderen Indikatoren gilt bei Oszillatoren zu beachten, dass man sich vorab genauestens informieren sollte, damit Fehler vermieden werden können.

Der gleitende Durchschnitt wird oft beim CFD-Trading genutzt. Dieser wird ermittelt, indem man den durchschnittlichen Kurs eines Basiswertes während eines bestimmten Zeitraums ausrechnet. Wenn man eine Handelsentscheidung trifft, sollte man sich aber nicht nur auf einen gleitenden Durchschnitt beziehen. Vielmehr wird geraten, sich mehrere gleitende Durchschnitte anzusehen, die dann einen Aufwärts- oder Abwärtstrend anzeigen. Außerdem wird empfohlen, sich die Durchschnitte während eines längeren Zeitraums anzusehen als während eines kleinen, da dies zu zuverlässigeren Aussagen führt. Es gibt vier verschiedene Varianten von gleitenden Durchschnitten: Geglättete, einfache, linear gewichtete sowie exponentielle. Dieser Indikator gibt dem Händler Aufschluss darüber, wann der richtige Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt ist.

Bollinger Bänder sind zwar komplizierter, aber das macht sie nicht weniger beliebt bei CFD-Händlern. Auch diese sind bei nahezu allen Tradingsoftwares dabei. Es gibt drei Linien bei den Bollinger Bändern, die auf dem Prinzip der Normalverteilung beruhen. Das mittlere Band ist der gleitende Durchschnitt, der sich auf die letzten, meist zwanzig, Tage bezieht. Das obere und untere Band sind zwei Standardabweichungs-Bänder. Das untere Band wird als exit Band bezeichnet, während das obere als entry Band definiert wird. Laut Bollinger sollte man verkaufen, wenn der Kurs sich dem oberen Band annähert und verkaufen, wenn er sich dem unteren Band annähert, da dies höchstwahrscheinlich eine Trendwende ankündigt.

Der Donchian Channel ist wie die Bollinger Bänder ein Preisindikator, der sich an den letzten Höhe- sowie Tiefpunkten orientiert. Dieser Indikator zeigt außerdem an, wie sprunghaft der Markt in dem Moment ist, indem der Kanal breiter wird. Wenn der Markt eher ruhig ist, ist der Kanal auch dementsprechend schmaler, da die obere Linie das größte Hoch und die untere Linie das größte Tief des eingestellten Zeitraums darstellt. Es wird geraten, zu kaufen, wenn der Kurs am Rand der oberen Linie ist und zu verkaufen, wenn dieser an der unteren Linie ist.

Außerdem gibt es noch den sogenannten Relative Strength Index (RSI), der ebenfalls sehr populär bei Händlern ist. Dieser gibt Hinweise, ob ein Trendwechsel ansteht, indem es anzeigt, ob zu viel verkauft bzw. gekauft wurde. Händler, die auf diesen Indikator schwören, handeln oft mit einer 30-70-Strategie. Diese verlautet, dass gekauft wird, wenn die RSI-Linie unter 30 ist und verkauft wird, wenn die Linie auf über 70 ist.

Strategien für den CFD-Handel

Bereits bei der Testphase mit einem Demokonto dürfte vielen Tradern bewusst sein, dass man durchaus eine Taktik oder Strategie braucht, um langfristig Erfolge zu erzielen. Das richtige Zusammenspiel von CFD-Strategien und Risikomanagement sind dafür wichtig und entscheidend. Trotzdem sollte man bedenken, dass viele Strategien kompliziert sind, obwohl sie erfolgsversprechend wirken, weshalb sich viele Anfänger in diese stürzen und es häufig zu Fehlern kommen kann. Jemand, für den der CFD-Handel bzw. das Traden an sich Neuland ist, sollte mit simpleren Techniken und Strategien anfangen und sich nur langsam an die schwierigeren herantasten. In den folgenden Abschnitten gehen wir auf einfachere und beliebte Strategien für das CFD-Trading ein.

Hilfreich für ein erfolgreiches Handeln ist das Führen eines Trading-Tagebuchs. In diesem sollen alle CFD-Handelserfolge sowie Verluste dokumentiert, aber auch Beobachtungen eingetragen werden. So hat man immer den Überblick und sieht vor Augen, welche Fehler in der Vergangenheit gemacht wurden, um diese in Zukunft zu vermeiden. Manchmal erkennt man erst später, warum es zu gewissen Verlusten kommen konnte.

Die Trendfolgestrategie geht davon aus, dass sich ein Trend mit hoher Wahrscheinlichkeit fortsetzen wird, als gegenteilig zu laufen. Anfänger haben es zumeist schwerer, Trends zu erkennen. Dafür sind Trendfolgeindikatoren hilfreich, da sie Aufschluss darüber geben, ob ein Trend zu erwarten ist oder nicht. Bei der Trendlinien-Strategie wird an den Tiefs eines Trends eine Linie erstellt. Wenn die Linie nicht gebrochen, aber oft berührt wird, ist der Trend stark. Danach erst steigt man in den Trade ein.

Die Breakout-Strategie bezeichnet die Phasen, in denen der Kurs über oder unter die Grenzen seiner Konsolidierungszone steigt, bzw. fällt, wodurch sich neue Höhen oder Tiefen bilden. Für einen neuen Trend muss ein Ausbruch, oder auch Breakout, stattfinden, was ein Hinweis auf neue Trends sein kann, aber nicht muss. Aus diesem Grund muss man sich mit den Risiken auseinandersetzen, um Verluste zu vermeiden. Um ein Gefühl dafür zu entwickeln, ob und welcher Trend gerade stattfindet, muss man sich besonders auf den Zeitraum konzentrieren. Wenn während eines größeren Zeitraums ein Breakout über das höchste Hoch bzw. dem tiefsten Tief stattfindet, bedeutet das meist, dass der Trend auch länger aufrechterhalten bleibt, was bei einem kurzen Zeitrahmen auf einen kurzfristigen Trend hindeutet. Um die Verluste gering zu halten, sollte man einen Stop Loss nutzen, damit Trades nach einer bestimmten Zeit schließen, wenn sie schlecht laufen. Den handelnden Zeitrahmen kann der Trader anpassen. Der Stop findet aber nur beim nächsten verfügbaren Kurs statt, weswegen es manchmal zu Verzögerungen kommen kann, da der nächste Kurs weiter entfernt liegt.

Unter Swing Trading Strategien versteht man Strategien, die versuchen, am Markt innerhalb eines wichtigen Trends teilzunehmen. Eine berühmte Methode ist, eine Long-Position während eines Aufwärtstrends zu eröffnen, nachdem ein Trendwechsel stattgefunden hat. Da man nur in Richtung des Trends handelt, ist der Übergang zu einer Trendfolgestrategie fließend. Der Trader kann hier auch eine Short-Position während diesem Trend eröffnen, wenn man davon ausgeht, dass bald ein Trendwechsel anstehen wird. Hinweise dafür können beispielsweise abnehmende Umsätze sein. Man kann Swing Trading auf Basis von Chartanalyse sowie Marktanalyse betreiben. Bei ersterem sind Trendlinien und -kanäle sowie Kerzencharts wichtig und bei letzterem können Oszillatoren hilfreich sein.
Ein Vorteil des Swing Tradings ist, dass man bei nahezu allen Marktphasen Gewinne machen kann, was bei jeder Art von Trends passieren kann. Außerdem ist die Abfolge eines einzelnen Swings ziemlich konstant, denn die Fortsetzung eines Trends kann gut einkalkuliert werden. Das bedeutet auch, dass die Swings keine wirklich hohen Gewinne einbringen, denn die meisten Positionen schließen innerhalb weniger Tage bis Wochen wieder. Um so viel Gewinn wie möglich zu erzielen, sollte man möglichst früh innerhalb eines Swings seine Position eröffnen und so spät wie möglich schließen. Beim Ausstiegszeitpunkt haben sich die sogenannten Trailing Stops als sehr hilfreich erwiesen, jedoch ist der Einstiegszeitpunkt vor allem für Anfänger schwerer einzuschätzen.

Zudem gibt es noch weitere Handelsstrategien wie beispielweise die Fibonacci Strategie, die Turtle Strategie oder die Volatilitätsstrategie.

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Zuletzt Aktualisiert: September 2021