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Wie diversifiziere ich mein Portfolio?

Was bedeutet portfolio oder depot diversifikation?

Man spricht von einer Depot oder Portfolio Diversifikation wenn das Depot ausgeglichen und Risiken gestreut sind. Portfolios die lediglich wenige Aktien besitzen bieten oft keinen ausreichenden Schutz gegen Black Swan oder ähnliche Ereignisse.

Was ist ein Portfolio? Hier weiterlesen!

Die Streuung des Depots ist vorallem bei steigendem Vermögen oft unausweichlich. Gegnteilig hat ein 1000 Euro Konto bspw. eher das Problem die Diversifikation kostengünstig durchzuführen.

Optionen bzw. Derivate sind bei der Diversifikation ebenfalls möglich und nicht nur als Spekulationsobjekt zu gebrauchen. So können durch Hedges ebenfalls Risiken aktiv reduziert werden.

Selbstverständliche sind zusätzlich zur Aktienanlage noch weiter Anlagetypen zu beachten um einen guten Mix zu erreichen. Edelmetalle, Devisen, Anleihen oder Immobilien bieten sich hier traditionell an.

Warum sollte ich mein portfolio/Depot diversifizieren?

Kürzliche Skandale wie die Abgasaffäre von VW, die Klagen durch den Monsanto Kauf von Bayer oder die Manipulationsvorwürfe gegen Wirecard sollten jedem Anleger und Investor demonstriert haben, dass auch Dax Konzerne von kurzfristig oder mittelfristigen Einbrüchen nicht geschützt sind.

Wenn ein Portfolio zufälligerweise in einem dieser Werte deutlich übergewichtet ist, ist das Verlustpotential immens. Hingegen ist es unwahrscheinlich dass der Gesamtmarkt über Jahre hinweg nach unten tendiert. Eine Streuung dient also in erster Linie dazu die Rendite zu maximieren und das Risiko zu minimieren.

Man könnte zwar vor einigen Jahren bequem sein ganzes Geld in Amazon, Facebook, Google, Netflix oder Apple investiert haben und dadurch eine deutlich überproportionale Wertsteigerung erlebt haben. Man hätte aber auch eine Nullnummer ziehen können und eine der tausenden unerfolgreichen Aktien wählen können.

Ultimatives Ziel der Depotdiversifikation ist es also langfristig zu agieren.



Ab wann ist mein Portfolio diversifiziert?

Diese Frage lässt sich nicht einfach beantworten. Grundsätzlich sollte die Performance sowie die Schwankung stets an Aktienindizes gemessen werden. Der Dax hat beispielsweise eine 8,3 % Rendite p.a. (seit über 50 Jahren)
Wobei die Schwankung in Crashs (also Extremfällen) bis zu 10% pro Tag betragen kann.

Wenn man nun sein eigenes Depot betrachtet gilt eine Jahresperformance von mehr als 10% als überdurchschnittlich. Viele Broker bieten oft eine Vergleichsfunktion an wo man die Depotperformance gegen Vergleichsindizes wie den DAX oder S&P, NASDAQ vergleichen kann. Hier fällt dann schnell auf ob die Ausschläge extremer sind als die des Vergleichsindizes und ob die Performance über oder unterschittlich ist.

Wenn man natürlich noch kein Depot aufgebaut hat oder gerade erst dabei ist, sind noch kaum Vergleichsdaten vorhanden. Hier gilt es dann die Diversifikation dem gewünschten Risikofaktor anzupassen.

Beispielsweise bietet die Investition in eine Deutsche Bundesanleihe kaum noch Rendite. Eine Emerging Markets Anleihe hingegen deutlich mehr Rendite aber auch ein höheres Ausfallrisiko. Gleichzeitig spielt die Investitionsdauer eine Rolle, doch mehr dazu weiter unten.

Die Diversifikation sollte meist durch Investitionen in unterschiedliche Anlagetypen erreicht werden.

So kann man eine Investition in Immobilieren oder Grundstücke, mit Aktien kombinieren um von Marktaufschwüngen zu profitieren. Zeitgleich kann man durch sichere Anleihen und Edelmetalle sein Vermögen gegen Wirtschaftsabschwünge absichern.

Wie viel % jeweils in die jeweilige Anlagetypen gesteckt wird ist eine reine Sache von Kapital und Risikoappetit.

In Deutschland ist traditionell die Aktieninvestition unterdurchschnittlich, weshalb wir diese empfehlen zu übergewichten. Ob dies in Form von ETF, Fonds, Robo Advisoren oder Aktienkäufen geschieht, ist hierbei oft eine Frage der bequemlichkeit und Kapitalkraft.

Top 5 - Was sollte man bei der Diversifikation beachten?

Über die richtige Streuung des Depots könnte man ganze Bücher schreiben. Wir haben in unseren Augen das Wichtigste in folgenden 5 Tipps zusammengefasst.

1. Wie sollte die Zusammensetzung meines Portfolios/Depots aussehen?

Da sich nicht jeder eine Immobilie oder Grundstück leisten kann, gehen wir hier lediglich von Wertpapieren und Edelmetallen, Währungen aus.

Wir würden eine Aktienquote von 60-80% empfehlen abhängig vom Risiko/Renditewunsch. Die verbleibenden 20-40% sollten in Edelmetallen, Anleihen oder Währungen investiert werden.

Bei der Aktieninvestition sollten selbstverständlich verschiedene Wirtschaftszweige genommen werden und nicht alle aus einem Sektor.

2. In welchem Zyklus der Wirtschaft befinden wir uns? Welche Marktphase liegt vor?

Bei der Investition in Fonds sollte man die übergeordneten Trends der Wirtschaft beobachten. Seit der 2008 Krise sind Tech-Aktien beispielsweise deutlich überdurchschnittlich gut gelaufen. D.h. eine übergewichtung des Sektors hätte sich gelohnt. Umgedreht wenn man davon ausgeht, dass der Markt in den nächsten 1-2 Jahren stagnieren oder fallen wird und man auf Dividenden nicht verzichten möchte, würde sich die Investition in defensive Titel/Fonds lohnen.

Die prozentuale Verteilung sollte man stets anpassen. Wenn man sich am Ende einer Marktphase befindet, würden wir empfehlen die Aktienquote runterzufahren und in Edelmetalle wie Gold oder Silber (Physisch) zu investieren und umgedreht in dem Höhepunkt des Abschwungs die Aktienquote hochzufahren, getreu dem Motto ‘Kaufen wenn die Kanonen donnern’.

3. Welchen Anlagehorizont besitze ich?

Der Anlagehorizont spielt eine entscheidende Rolle. Eine Investition in geschlossene Fonds ist beispielsweise eine Fehlinvestition wenn man nicht sicher sagen kann, das Geld für einige Jahre unangefasst liegen zu lassen. Einige Investitionen sind nur möglich wenn man sein Geld langfristig bindet.

Gleichzeitig ist bei der Kapitalanlage stets die Ungewissheit von Kursrückgängen am Aktienmarkt oder Preiseinbrüchen im Immobiliensektors. Das heißt man müsste theoretisch die Monate oder Jahre aussitzen können, in denen sich das Portfolio vom Höchststand weggebewegt hat oder gar im Minus tendiert.

4. Wie viel Kapital benötige ich für mein Portfolio?

Wie oben bereits erwähnt würde bspw. die Investition in ein eigenes Grundstück oder Immobilie einiges an Kapital vorraussetzen. Das gleiche gilt bei Aktien. Wenn man nicht genug Kapital hat um Aktien auf 1-2% des Gesamtvolumens runterzubrechen, macht die Investition in einzelne Aktien aufgrund der Transaktionsgebühren oft keinen Sinn. Hier würde lediglich die Option von ETF’s oder Fonds Sinn machen.

1000€ Investition in eine Aktie wären bei 10 € Kauf und Verkaufsgebühren bereits 1% des Aktienwertes. Zeitgleich kosten einige Aktien bereits über 1000 Euro (Siehe Amazon oder Google)

Wir würden deshalb eine min. Investition von 2000€ pro Einzelaktie empfehlen und bei min. 50 Aktien (Annahme 2% der Wertpapiere) wären das 100.000€

Darauf würden noch die möglichen Investitionen in andere Anlagen kommen. Es sollten also rund 125.000€ vorhanden sein um eine gute Diversifikation zu ermöglichen.

Bei weniger sollte man die Investition ins ETF’s und Fonds in Betracht ziehen.

5. Besitze ich die notwendige emotionale und psychische Stärke?

Auch wenn sich dieser Punkt ‘doof’ und ‘selbstverständlich’ anhört .. er ist es nicht. Wir haben viele Traderstories erzählt bekommen und auch miterlebt, wo einzelne Situationen die monatelange oder jahrgelange Diversifikation zunicht gemacht haben.
 
Der Hype von Kryptowährungen oder Cannabis Aktien haben einige Leute dazu gebracht Teile Ihres Portfolios aufzulösen und gebündelte risikoreiche Investments zu stecken aufgrund des FOMO Effekts (Fear of missing out – Angst Rendite zu verpassen).
 
Wenn man sich selbst erwischt hier anfällig zu sein, sollte unter Umständen die Investition in geschlossene Fonds oder Robo Advisoren bevorzugt werden.
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